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26.2.2026

Autohauspolice der Nürnberger Garanta: Warum Beiträge steigen

Die Beiträge der Nürnberger Garanta steigen deutlich. Erfahren Sie, was die die Kfz-Monostruktur und die neue Eigentümerstrategie für Autohäuser und Werkstätten bedeuten.

Kevin Döllinger

Kevin Döllinger

Versicherungsexperte
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Das Wichtigste in Kürze

📈 Die Beiträge in der Autohauspolice der Nürnberger Garanta steigen deutlich, vor allem aufgrund der hohen Schaden-Kosten-Quote von 135,11 Prozent im Jahr 2024.

⚠️ Die starke Fokussierung der Garanta auf Kfz-Risiken macht das Kollektiv besonders anfällig für Schwankungen und erhöht den Anpassungsdruck.

🏢 Durch die Übernahme der Nürnberger Versicherungsgruppe durch die Vienna Insurance Group wächst zusätzlich der Druck, die Autohauspolice wieder profitabel zu machen.

Nürnberger GARANTA Versicherungs-AG für Kfz-Betriebe und Autohäuser

Die GARANTA Versicherungs-AG aus dem Nürnberger Konzern ist seit vielen Jahren ein spezialisierter Anbieter für Autohaus- und Werkstattversicherungen.

Der Fokus liegt traditionell auf:

  • Kfz-Werkstätten
  • Autohäusern
  • Handels- und Servicebetrieben rund ums Fahrzeug

Diese klare Spezialisierung war lange ein Wettbewerbsvorteil. Sie führt jedoch gleichzeitig zu einer strukturellen Abhängigkeit vom Schadenverlauf genau dieser Branche.

Und genau hier liegt das aktuelle Problem.

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Warum viele Autohäuser aktuell Beitragssprünge erleben

Die aktuellen Beitragssprünge bei der Autohauspolice der Nürnberger Garanta Versicherung sind kein Zufall. Sie sind die direkte Folge der wirtschaftlichen Entwicklung im Versicherungsbestand der Garanta KFZ-Versicherung .

Wenn ein Versicherer über längere Zeit mehr Geld für Schäden und Kosten ausgibt, als er über Beiträge einnimmt, entsteht zwangsläufig ein Anpassungsdruck. Dieser wird in der Praxis fast immer über Beitragserhöhungen an die versicherten Autohäuser oder KFZ-Werkstätten weitergegeben.

Zusätzlich verschärft sich die Situation durch die veränderte Eigentümerstruktur. Die Nürnberger Versicherungsgruppe und damit auch die Garanta Versicherung wurden von der Vienna Insurance Group aufgekauft. Der Investor verfolgt regelmäßig das Ziel, die Profitabilität eines Konzerns konsequent zu verbessern.

In der Praxis bedeutet das für die Garanta Versicherung eine deutlich strengere Steuerung Ihrer verlustreichen Bestände. Besonders in der Autohauspolice für Kfz-Werkstätten und Autohäuser ist daher davon auszugehen, dass die Prämien in den kommenden Jahren weiter steigen werden, um die Ergebnisse wieder in eine profitable Zone zu führen.

Warum die Schaden-Kosten-Quote über Beiträge entscheidet

Der zentrale Schlüssel zum Verständnis liegt in der Schaden-Kosten-Quote, auch Combined Ratio (CR) genannt. Diese Kennzahl zeigt sehr deutlich, ob ein Versicherer mit seinem Versicherungsgeschäft Geld verdient oder Verlust macht.

Vereinfacht ausgedrückt beantwortet die Quote die Frage: Wie viel Euro muss der Versicherer ausgeben, wenn er 100 Euro Beitrag einnimmt?

Liegt die Quote unter 100 Prozent, arbeitet das Versicherungsgeschäft zumindest kostendeckend. Bis zu 95 Prozent ist es profitabel. Steigt die Quote jedoch dauerhaft über 100 Prozent, zahlt der Versicherer mehr aus, als er einnimmt. In dieser Situation steigen die Beiträge der Kunden immer an.

Warum die Quote der Garanta Versicherung kritisch zu bewerten ist

Bei der Nürnberger Garanta Versicherung ist die Entwicklung der Schaden-Kosten-Quote besonders auffällig. Während die Quote 2019 und 2020 noch unter 90 Prozent lag, kam es 2021 zu einem deutlichen Sprung auf 105,11 Prozent. 2023 lag die Quote bereits bei 110,05 Prozent. Im Jahr 2024 erreichte sie schließlich 135,11 Prozent.

Quelle: Schaden Kosten Quote der Garanta Versicherung AG

Damit liegt die Garanta massiv im Verlustbereich. Auch der Mehrjahresschnitt von 2019 bis 2024 beträgt 103,11 Prozent und liegt somit oberhalb der Kostendeckungsgrenze.

Für Sie als Versicherungsnehmer bedeutet das übersetzt: Die Nürnberger Garanta hat in ihrem Kompositgeschäft über mehrere Jahre hinweg mehr ausgezahlt als eingenommen. In solchen Situationen sind Beitragsanpassungen betriebswirtschaftlich unausweichlich.

Die Monokultur der Garanta Versicherung als Risikofaktor

Neben der reinen Kennzahlenbetrachtung spielt die Struktur des Versicherungsportfolios eine entscheidende Rolle. Bei der GARANTA Versicherung entfallen rund 78 Prozent der Prämien auf die Kraftfahrtversicherung, während lediglich etwa 22 Prozent auf andere Sachsparten (Gebäude, Inhaltsversicherung, Elektronikversicherung, Handel-Handwerksversicherung) verteilt sind.

Diese starke Konzentration auf eine einzelne Risikokategorie macht das Geschäftsmodell naturgemäß anfälliger für Schwankungen. Versicherer leben grundsätzlich von Risikostreuung. Wenn mehrere Sparten vorhanden sind, können schlechte Schadenjahre in einem Bereich durch andere Segmente abgefedert werden.

Bei einer ausgeprägten Monostruktur funktioniert dieser Ausgleich jedoch nur eingeschränkt. Belastungsspitzen im Kfz-Geschäft schlagen dann wesentlich schneller und stärker auf die Gesamtquote durch. Genau diese erhöhte Volatilität ist aktuell zu beobachten.

Hinzu kommt die Unternehmensgröße. Mit rund 234 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien und etwa 0,25 Prozent Marktanteil gehört die GARANTA zu den kleineren Kompositversicherern. Kleinere Häuser mit stark fokussierten Portfolios verfügen typischerweise über geringere Diversifikationsmöglichkeiten und reagieren empfindlicher auf Schadenentwicklungen.

Fazit: Was die Entwicklung für KFZ-Werkstätten und Autohäuser bedeutet

Die aktuellen Beitragsentwicklungen in der Autohauspolice der Nürnberger Garanta sind aus fachlicher Sicht keine Überraschung, sondern die logische Folge der stark fokussierten Portfoliostruktur auf KFZ-Werkstätten und Autohäuser.

Gerade bei betriebskritischen Policen empfehlen wir eine regelmäßige, strukturierte Überprüfung und Vergleich des bestehenden Versicherungsschutzes. Dabei sollte nicht nur das Preisniveau betrachtet werden, sondern auch die nachhaltige Tragfähigkeit des Versicherungsmodells.

Wenn Sie Ihre bestehende Autohauspolice oder Werkstattpolice auf mögliche Alternativen prüfen lassen möchten, unterstützen wir Sie dabei gerne mit einer strukturierten Analyse Ihres aktuellen Versicherungsschutzes.

Häufig gestellte Fragen

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