Haben Sie eine Frage?
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Lesezeit:
9
min.
24.1.2026

Berufsunfähigkeitsversicherung: Wann sie zahlt, was sie kostet und warum sie unverzichtbar ist

Berufsunfähigkeitsversicherung einfach erklärt: Wann sie zahlt, welche Leistungen wichtig sind und warum Sparen keine Alternative ist.

Kevin Döllinger

Kevin Döllinger

Versicherungsexperte
Beratung vereinbaren
Berufsunfähigkeitsversicherung: Wann sie zahlt, was sie kostet und warum sie unverzichtbar ist
Wichtige Klauseln in der Berufsunfähigkeitsversicherung
Nur noch ein Schritt:
Bitte überprüfe dein Postfach und bestätige deine E-Mail-Adresse.
Nur noch ein Schritt:
Bitte überprüfe dein Postfach und bestätige deine E-Mail-Adresse.
Kontaktieren Sie uns oder buchen Sie einen Termin!
Beratung vereinbaren

Das Wichtigste in Kürze

🧠 Berufsunfähigkeit tritt häufiger auf als gedacht: Hauptursachen sind Krankheiten wie psychische Leiden oder Rückenprobleme – Unfälle sind eher die Ausnahme.

💶 Die richtige BU sichert Ihren Lebensstandard: Entscheidend sind ausreichende Rentenhöhe, gute Vertragsbedingungen und der Verzicht auf problematische Klauseln.

⚠️ Sparen ist kein Ersatz für eine BU: Die nötigen Rücklagen sind realistisch kaum aufzubauen – eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt gezielt vor diesem existenziellen Risiko.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Definition & Leistungsumfang

Stellen Sie sich vor, ein Unfall oder eine Krankheit macht es Ihnen unmöglich, wie gewohnt in Ihrem Job weiter zu arbeiten. Plötzlich steht Ihr Einkommen auf dem Spiel. Genau in solchen Fällen hilft Ihnen die Berufsunfähigkeitsversicherung. Die wichtigste Leistung einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist die monatliche Rente. Sie sorgt dafür, dass Sie weiterhin Einkommen haben, wenn Sie Ihren letzten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr richtig ausüben können – egal ob durch Krankheit oder Unfall. Entscheidend ist nicht die Diagnose, sondern die einfache Frage: Können Sie Ihren Job noch so ausüben wie vorher?

[[cta]]

Für wen ist die Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Dieses Thema geht wirklich jeden an: vom Angestellten über den Auszubildenden bis zum Studenten oder Selbstständigen. Niemand kann vorhersehen, wann eine Krankheit oder ein Unfall das Berufsleben verändert. Besonders als junger Mensch bekommen Sie günstige Konditionen, wenn Sie früh starten. Und Berufsunfähigkeit betrifft längst nicht nur Handwerker. Oft sind es Rückenprobleme oder psychische Belastungen, die sogar Büroangestellte oder Studenten aus dem Beruf bringen.

Ursachen von Berufsunfähigkeit – das unterschätzte Risiko

Viele Menschen verbinden Berufsunfähigkeit noch immer mit schweren Unfällen. In der Praxis sieht das jedoch anders aus. Die häufigsten Ursachen sind Krankheiten, allen voran psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burn-out oder Angststörungen. Dahinter folgen Erkrankungen des Bewegungsapparates – etwa Rückenleiden, Bandscheibenvorfälle oder Gelenkprobleme – sowie Krebserkrankungen und andere chronische Leiden. Unfälle spielen statistisch nur eine untergeordnete Rolle.

Das bedeutet: Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Beruf oder Lebensstil. Oft entsteht sie schleichend und ohne äußeren Anlass. Genau deshalb ist eine frühzeitige und gut gestaltete Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig: Sie schützt nicht vor der Erkrankung selbst, aber vor den finanziellen Folgen, wenn die eigene Arbeitskraft plötzlich wegfällt.

Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen – das sollten Sie vorher wissen

Bevor eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden kann, müssen Sie einige Fragen beantworten. Dazu zählen Ihr Alter, Ihr Beruf und Ihr Gesundheitszustand. Diese Angaben sind entscheidend dafür, wie hoch Ihr Beitrag ausfällt und ob der Versicherungsschutz zu normalen Konditionen möglich ist. Bei bestimmten Vorerkrankungen kann es vorkommen, dass ein Risikozuschlag berechnet oder der Versicherungsschutz für eine Krankheit ausgeschlossen wird.

Vor Vertragsbeginn stellen die Versicherer detaillierte Gesundheitsfragen. Ehrlichkeit ist hier besonders wichtig. Wer früh und gesund startet, zahlt meist weniger. Doch auch mit einer Vorerkrankung gibt es passende Lösungen.

Wir prüfen gemeinsam mit unseren Kunden die Angebote mehrerer Versicherer und analysieren die individuelle Gesundheitshistorie, um für Sie das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. In diesem Artikel von uns finden Sie weitere Einblicke zum Thema Gesundheitsfragen und anonymer Risikovoranfrage.

Was unterscheidet Berufsunfähigkeit von Arbeitsunfähigkeit?

Viele verwechseln Arbeitsunfähigkeit mit Berufsunfähigkeit. Dabei gibt es deutlliche Unterschiede. Arbeitsunfähig sind Sie, wenn Sie krankgeschrieben werden – zum Beispiel wegen eines Knochenbruchs. In dieser Zeit erhalten Arbeitnehmer in der Regel für sechs Wochen weiterhin ihr Gehalt - die sogenannte "Lohnfortzahlung". Danach übernimmt die gesetzliche Krankenkasse mit dem Krankengeld, das bis zu weiteren 72 Wochen fortgezahlt wird. Privatversicherte oder Selbstständige bekommen in solchen Fällen Leistungen aus einer privaten Krankentagegeld-Versicherung.

Berufsunfähig sind Sie erst, wenn Sie Ihren letzten Beruf dauerhaft, also für mindestens ununterbrochen 6 Monate und darüber hinaus, nicht mehr ausüben können. Hier geht es nicht mehr um eine vorübergehende Einschränkung, sondern um eine anhaltende, tiefgreifende Beeinträchtigung Ihrer Arbeitskraft.

Berufsunfähigkeitsversicherung – Wann wird die Rente gezahlt?

In der Praxis zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn absehbar ist, dass Sie mindestens sechs Monate lang weniger als zur Hälfte arbeitsfähig sind. Diese Frist dient dazu, kurzfristige Erkrankungen von echten, dauerhaften Einschränkungen zu unterscheiden. Steht fest, dass Sie dauerhaft körperlich oder psychisch eingeschränkt sind, beginnt die Rentenzahlung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Lassen Sie sich hierzu bitte professionell unterstützen. Wir erleben immer wieder, dass Kunden selbstständig Verträge mit Versicherern abschließen und dabei eklatante Fehler machen, ob bei Berufsunfähigkeitsversicherungen, Wohngebäudeversicherungen oder der privaten Krankenversicherungen. Unterstützung hilft Ihnen schwerwiegende Fehler zu vermeiden.

Ob tatsächlich eine Berufsunfähigkeit vorliegt, wird anhand ärztlicher Unterlagen und Gutachten geprüft. Dabei geht es ganz konkret darum, welche Aufgaben Sie in Ihrem Arbeitsalltag noch erledigen können – und welche eben nicht mehr. Je besser diese Einschränkungen dokumentiert sind, desto einfacher läuft die Prüfung ab.

Wie hoch sollte Ihre Berufsunfähigkeitsrente sein?

Bei der Höhe Ihrer Berufsunfähigkeitsrente können Sie nicht einfach einen beliebigen Betrag festlegen. Versicherer setzen klare Obergrenzen, damit es im Leistungsfall nicht zu einer Überversicherung kommt. Gleichzeitig liegt genau hier die Herausforderung: Zwischen „nicht bereichern“ und „den eigenen Lebensstandard sichern“ verläuft ein schmaler Grat – und dieser wird von jeder Versicherungsgesellschaft unterschiedlich bewertet. Je höher die gewünschte BU-Rente, desto genauer wird geprüft.

In der Praxis liegt die maximal absicherbare BU-Rente meist zwischen 60 und 80 Prozent Ihres Bruttoeinkommens. Einige Versicherer orientieren sich auch am Nettoeinkommen – das hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Für Schüler, Auszubildende und Studenten ist die Absicherung einfacher, da hier häufig mit festen Pauschalen gearbeitet wird. Für alle anderen gilt: Die Prüfung der finanziellen Angemessenheit ist ein wichtiger Punkt und sollte unbedingt ernst genommen werden.

Ein wichtiger Hinweis: Vergessen Sie die häufig genannte Empfehlung von Finanztipp und Co., 75 Prozent des Nettoeinkommens abzusichern. Diese Faustregel ist schlichtweg Unsinn. Im Leistungsfall entstehen weiterhin erhebliche Kosten – insbesondere für die Krankenversicherung, fehlende Rentenansprüche und langfristige finanzielle Nachteile. Die Steuer spielt dabei meist eine untergeordnete Rolle.

Die Erfahrung aus der Praxis zeigt eindeutig: Über zu viel BU-Rente hat sich noch niemand beschwert – über zu wenig dagegen sehr wohl. Deshalb sollte Ihre Absicherung so hoch gewählt werden, wie es der Versicherer zulässt und wie es zu Ihrer persönlichen Lebenssituation passt.

Wie hoch die Abzüge im Leistungsfall wirklich ausfallen, können Sie hier nachlesen: 

Vertragsbedingungen: Welche Klauseln Ihre BU enthalten sollte

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung spielen die Vertragsbedingungen eine entscheidende Rolle. Sinnvoll ist in der Regel eine Laufzeit bis zum gesetzlichen Rentenalter, da das finanzielle Risiko einer Berufsunfähigkeit auch im späteren Berufsleben besteht.

Verzicht auf "Abstrakte Verweisung"

Abstrakte Verweisung bedeutet, dass der Versicherer Sie im Leistungsfall auf einen anderen theoretisch möglichen Beruf verweisen kann. Dieser muss weder zu Ihrer bisherigen Tätigkeit noch zu Ihrer Qualifikation passen – und es muss nicht einmal eine freie Stelle existieren. In diesem Fall erhalten Sie keine BU-Rente.

Berufswechsel Klausel

Berufswechsel müssen in einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung nicht angezeigt werden. Eine spätere berufliche Veränderung hat also keinen negativen Einfluss auf Ihren bestehenden Vertrag. Selbst wenn Sie beispielsweise von einer akademischen Tätigkeit in einen handwerklichen Beruf wechseln, bleibt Ihr Versicherungsschutz unverändert bestehen – ohne böse Überraschungen im Leistungsfall.

Bei einigen Versicherern wirkt sich ein Berufswechsel sogar positiv aus: Wechseln Sie in eine besser eingestufte Berufsgruppe, kann sich das in Form eines niedrigeren Beitrags bemerkbar machen.

Der Prognosezeitraum

Ein typisches Problem älterer oder qualitativ schwacher BU-Verträge ist ein viel zu langer Prognosezeitraum. Voraussetzung für eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer eine ärztliche Einschätzung, dass Sie Ihren Beruf voraussichtlich für einen bestimmten Zeitraum nicht mehr ausüben können. In älteren Verträgen werden dafür teilweise bis zu 36 Monate verlangt.

In der Praxis ist das problematisch: Ein Arzt oder Gutachter tut sich oft schwer, eine so lange Prognose verbindlich zu bestätigen. Sinnvoll ist daher ein Prognosezeitraum von maximal sechs Monaten. Dieser ist medizinisch realistisch und sorgt dafür, dass der Versicherer auch bei Erkrankungen oder Unfallfolgen leistet, die „nur“ ein oder zwei Jahre andauern. Genau hier zeigt sich, wie entscheidend gute Vertragsbedingungen im Leistungsfall sind.

Beitragsdynamik in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Beitragsdynamik ist sozusagen das Gegenstück zur Leistungsdynamik. Sie sorgt dafür, dass sich Ihre BU-Rente bereits vor einem Leistungsfall regelmäßig erhöht – ganz ohne erneute Gesundheitsprüfung. Damit wächst Ihre Absicherung automatisch mit, zum Beispiel durch Gehaltssteigerungen oder Inflation.

Empfehlenswert sind mindestens zwei Prozent, besser drei Prozent pro Jahr. In vielen Verträgen können Sie der Dynamik ein- oder zweimal hintereinander widersprechen. Beim dritten Mal entfällt sie jedoch dauerhaft. Einige moderne Anbieter sind hier flexibler und erlauben auch mehrfaches Ablehnen.

Arztanordnungsklausel

Die sogenannte Arztanordnungsklausel erlaubt es dem Versicherer, von Ihnen zu verlangen, dass Sie bestimmte Therapien oder Behandlungen durchführen lassen. Lehnen Sie diese ab – etwa weil Sie einer Behandlung kritisch gegenüberstehen – kann der Versicherer im Extremfall die Leistungen kürzen oder einstellen.

Diese Klausel schränkt Ihre Entscheidungsfreiheit erheblich ein. Umso besser: Die meisten modernen BU-Tarife verzichten inzwischen vollständig darauf. Achten Sie bei Ihrem Vertrag unbedingt darauf, dass Sie auch im Leistungsfall selbst über Ihre medizinische Behandlung entscheiden können.

Keine Anzeigepflicht nach Vertragsabschluss

Nach Abschluss Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte keine Pflicht bestehen, dem Versicherer neue Risiken zu melden. Wenn Sie sich später für ein riskanteres Hobby wie Kitesurfen oder Bergsport entscheiden, darf das keinen Einfluss auf Ihren bestehenden Versicherungsschutz haben.

Denn mal ehrlich: Ihre Freizeitgestaltung sollte nicht davon abhängen, ob Sie dafür erst Ihren Versicherer informieren müssen. Achten Sie daher darauf, dass Ihr BU-Vertrag keine nachträgliche Anzeigepflicht vorsieht.

Arbeitsunfähigkeitsklausel – sehr wichtig

Die Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU-Klausel) ist eine vergleichsweise junge Ergänzung in der Berufsunfähigkeitsversicherung, kann aber in der Praxis sehr sinnvoll sein. Denn: Wer sechs Monate arbeitsunfähig ist, gilt nicht automatisch als berufsunfähig. Gerade bei längeren Krankheitsverläufen – etwa nach schweren Verletzungen oder Operationen – ist eine vollständige Genesung oft wahrscheinlich, der Zeitpunkt aber ungewiss.

Genau hier setzt die AU-Klausel an. Sie sorgt dafür, dass Sie bereits dann eine Leistung erhalten, wenn Sie mindestens sechs Monate durchgehend arbeitsunfähig sind – noch bevor eine Berufsunfähigkeit festgestellt werden muss. Bei manchen Versicherern ist dieser Baustein beitragsfrei enthalten, bei anderen kann er optional eingeschlossen werden. Je nach Alter, Beruf und Anbieter liegt der Mehrbeitrag meist bei etwa 5 bis 12 Prozent.

Die Leistungsdauer ist in der Regel auf 18 bis 24 Monate begrenzt, vereinzelt auch auf 36 Monate. Wichtig ist außerdem, wie unkompliziert die Leistung beantragt werden kann: Während manche Versicherer tatsächlich nur eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen, prüfen andere ähnlich streng wie bei einem BU-Leistungsantrag.

Natürlich gibt es noch weitere wichtige Klauseln in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese alle aufzuzählen, wäre jedoch weder sinnvoll noch zielführend. Die wichtigsten Punkte kennen Sie nun – alles Weitere gehört in ein individuelles Gespräch. Denn der richtige Versicherungsschutz hängt immer von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Beruf und Ihren finanziellen Zielen ab.

[[cta]]

Geld sparen statt Berufsunfähigkeitsversicherung – ist das wirklich eine Alternative?

Der Gedanke ist nachvollziehbar: Statt Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu zahlen, sparen Sie regelmäßig Geld für den Ernstfall. In der Praxis funktioniert dieses Modell jedoch nur in den seltensten Fällen. Denn je nach Einkommen und Lebensstandard ist es extrem schwierig, genügend Kapital aufzubauen, um eine Berufsunfähigkeit bis zur Rente finanziell abzufedern.

Ein Beispiel: Sie sind 50 Jahre alt, verdienen 3.500 Euro netto im Monat und möchten mit 67 Jahren in Rente gehen. Werden Sie plötzlich berufsunfähig, müssten Sie Ihren Lebensstandard für 17 Jahre aus eigenen Rücklagen finanzieren. Dafür wären bereits über 710.000 Euro notwendig – Inflation und steigende Lebenshaltungskosten noch nicht eingerechnet. Je jünger Sie bei Eintritt der Berufsunfähigkeit sind, desto größer wird diese finanzielle Lücke.

Zwar gibt es die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, doch sie ersetzt nur einen Bruchteil des letzten Einkommens. Zusätzlich zahlen Sie während der Berufsunfähigkeit nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung ein, was Ihre Altersvorsorge weiter schwächt. Wer hier nicht privat vorsorgt, riskiert langfristig ein sehr niedriges Einkommen im Alter.

Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied deutlich:

Ein heute 37-jähriger erhält im Leistungsfall eine BU-Rente von 3.200 Euro monatlich. Bei einer Leistungsdauer von fünf Jahren ergibt das bereits 192.000 Euro. Dem stehen 150 Euro Monatsbeitrag über 30 Jahre gegenüber – also insgesamt 54.000 Euro. Die gezahlten Beiträge haben sich damit nach rund 17 Monaten bereits amortisiert.

Um diese fünf Jahre Berufsunfähigkeit allein durch Sparen abzufedern, müssten Sie den BU-Beitrag von 150 Euro über 30 Jahre mit rund 6,8 % Rendite nach Steuern und Kosten anlegen. Selbst dann reicht das Kapital lediglich für diese fünf Jahre – nicht für eine längere Berufsunfähigkeit bis zur Rente. Für die meisten Sparer ist dieses Szenario realistisch nicht umsetzbar. Genau deshalb ist Sparen kein Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Fazit: Berufsunfähigkeit ist kein Randrisiko – sondern ein zentrales Lebensrisiko

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Beruf oder Lebensstil. Meist sind es Krankheiten, nicht Unfälle, die dazu führen, dass die eigene Arbeitskraft dauerhaft wegfällt. Genau deshalb ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt. Sie schützt nicht vor der Erkrankung selbst, aber vor den oft existenzbedrohenden finanziellen Folgen.

Der Beitrag hat gezeigt, dass es bei der BU nicht nur um das „Ob“, sondern vor allem um das Wie geht: Die richtige Rentenhöhe, saubere Vertragsbedingungen, kurze Prognosezeiträume, der Verzicht auf abstrakte Verweisung und sinnvolle Zusatzklauseln entscheiden darüber, ob die Versicherung im Ernstfall wirklich hilft. Günstig ist dabei nicht automatisch gut – entscheidend ist, dass Beitrag und Leistung langfristig zusammenpassen.

Auch der Vergleich „Sparen statt BU“ macht deutlich: Eigenes Vermögen kann eine Berufsunfähigkeit nicht realistisch ersetzen. Die notwendigen Summen sind enorm, die Risiken hoch. Eine solide Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb kein Luxus, sondern eine Grundlage finanzieller Sicherheit.

Am Ende gilt: Jede Lebenssituation ist anders. Genau deshalb sollte eine BU immer individuell geplant werden – passend zu Ihrem Beruf, Ihrer Einkommenssituation und Ihren Zielen. Wer hier frühzeitig und durchdacht handelt, sichert sich nicht nur bessere Konditionen, sondern vor allem Planungssicherheit für den Fall, dass das Leben anders verläuft als geplant.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es Berufsunfähigkeitsversicherungen ohne Gesundheitsfragen?

Nein, ganz ohne Gesundheitsfragen geht es nicht. Es gibt aber Tarife mit vereinfachten Fragen – zum Beispiel für junge Menschen, bestimmte Berufe oder bei Sonderaktionen.

Warum ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig?

Jeder vierte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Ohne BU droht ein erheblicher Einkommensverlust, da die gesetzliche Erwerbsminderungsrente oft nicht ausreicht. Eine BU sichert das Einkommen und zahlt eine monatliche Rente, wenn der Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Besonders junge Menschen profitieren von günstigeren Beiträgen.

Kann ich trotz Vorerkrankung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Ja, das ist möglich. Der Versicherer prüft jeden Fall individuell. Je nach Vorerkrankung kann es zu einem Risikozuschlag oder einem Leistungsausschluss kommen – ein kompletter Ausschluss ist selten.

Welcher Zeitraum ist wichtig bei den Gesundheitsfragen für die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Je nach Frage müssen Sie Angaben aus den letzten 5 bis 10 Jahren machen. Stationäre Aufenthalte, Operationen oder psychische Erkrankungen werden meist für 10 Jahre abgefragt, andere Behandlungen oft für 5 Jahre.

Wieso ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung teurer, wenn ich in der Vergangenheit krank war?

Versicherer kalkulieren Ihren Beitrag nach Ihrem individuellen Risiko. Vorerkrankungen erhöhen die statistische Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit. Um dieses höhere Risiko abzudecken, erheben sie einen Risikozuschlag, was Ihren Monatsbeitrag steigen lässt.

Wenn ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe, brauche ich eine Unfallversicherung?

Ja. Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen zwar zuverlässig eine monatliche Rente, deckt aber nicht die oft enormen Einmal­kosten nach einem schweren Unfall – zum Beispiel für barrierefreie Umbauten, Spezialrollstühle oder behindertengerechte Fahrzeug­anpassungen. Genau hier hilft Ihnen eine private Unfall­versicherung mit ihrer einmaligen Kapital­leistung.

Wie beantworte ich die Gesundheitsfragen bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung richtig?

Beantworten Sie alle Fragen ehrlich, vollständig und gut vorbereitet. Holen Sie sich im Zweifel Auskünfte bei Ärzten oder der Krankenkasse – und lassen Sie sich gern von einem Experten wie uns unterstützen.

Warum sollten Krankentagegeld- und Berufsunfähigkeitsversicherung aufeinander abgestimmt sein?

Sobald Sie als berufsunfähig gelten, endet meist die Zahlung des Krankentagegelds. Damit keine Versorgungslücke entsteht, sollten beide Verträge dieselbe Definition von Berufsunfähigkeit enthalten. Nur so ist ein nahtloser Übergang sichergestellt.

Wichtig: Wenn sich die Leistungen überschneiden, kann es passieren, dass Sie das zu viel gezahlte Krankentagegeld rückwirkend zurückzahlen müssen.

Ihr Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen

Papierlos glücklich

Wir arbeiten 100 % digital und deine Versicherungen werden alle zentral in unserer App gespeichert – Tschüss Aktenorder!

Unterstützung über den Abschluss hinaus

Ob Änderungen oder Leistungsfall – wir bleiben Ihr Ansprechpartner und kümmern uns um alles. 🤝📞

Sicherheit bei Antragsstellung

Wir helfen Ihnen, Ihre Gesundheitsangaben korrekt zu beantworten, damit es später keine Probleme mit der Leistung gibt. 🩺📑

Unabhängige Beratung

Sagen viele, wir haben aber das Glück nicht finanziell darauf angewiesen zu sein, die Produkte anzubieten, die uns das meiste Geld einbringen.

Kevin Döllinger

Optimal abgesichert bei Berufsunfähigkeit 👉 Jetzt Beratungsgespräch vereinbaren!

Gemeinsam finden wir heraus, wie Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung ausgestaltet sein muss.

Beratung vereinbaren

Kontaktieren Sie uns oder buchen Sie einen Termin!

Beratung vereinbaren
Vielen Dank für deine Anfrage. Wir melden uns umgehend.
Oops! Something went wrong while submitting the form.